Ok, so langsam sind es nur noch Stunden und nicht mehr Tage bis zu meinem Rückflug, und ja, das macht mich nervös. Von meinen drei Praktika haben ich mich in den letzten Tagen verabschiedet, bisher aber nur ein Zertifikat und das vom Popelpraktikum, wuhuu. Miss Praktikumsagentur lobte das Ding in den Himmel (toll, guck mal, steht alles drin was du gemacht hast!) und ergötzte sich an den hervorragenden Arbeitsproben, die ich ja dann überall vorzeigen könnte, jaaa, ganz großartig. Mein Chef vom Argentinischen Tageblatt war in Streichurlaub, Zeugnis gibts dann per Post, und Monsieur Musikzeitschrift schaute mir auf einmal zu tief in die Augen, Argentinier eben. Naja was soll's, die FH kann sich nicht beklagen, ich hab mein Bestes gegeben.
Ich werde die Stadt vermissen und die Stadt mich. Als ich von meiner Reise zurückkam, freuten sich alle über die Rückkehr des verlorenen Kindes. Die Männer vom Kiosk nebenan hießen mich wieder herzlich willkommen, die Gemüseverkäuferin freute sich mich zu sehen und der Hausmeister fragte nach meinen Reiseerlebnissen. Hier merken die Menschen wenn man weg ist, ich glaube der Mann vom Kiosk in Hannover wird mich nicht freudestrahlend in die Arme nehmen. Alle sind ganz bestürzt, dass ich jetzt wieder heimfliege, und wann kommst du wieder zurück? ist die Frage, die ich in den letzten Tagen mit Abstand am häufigsten gehört habe. Herzallerliebst sind sie hier.
Heute werde ich mich mal dem Chaos in der Wohnung widmen und versuchen, meine Sachen herauszufischen. Inzwischen schmücken zwei dicke Graffitis die Wände und mindestens die Hälfte der Sachen ist kaputt, da mach ich mich doch besser aus dem Staub. Das Chaos im Kopf lässt sich nicht so leicht aufräumen, das wird wohl noch dauern.
Samstag, 8. August 2009
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