Montag, 23. März 2009

Se mejora, ¡hay esperanza!

Nachdem ich ständig auf den nächsten Tag vertröstet wurde, sind jetzt doch tatsächlich die ersten Treffen zu verzeichnen! Hier ein Überblick über die Zusammenkünfte von Praktikantin und...gut, nennen wir sie Redakteure.
Treffen Nr. 1: 20 Uhr, Käffchen; ich halte meinen ersten abgedruckten Artikel in den Händen, erhalte neue Aufträge ("aber mach dir keinen Stress, wenn du Zeit hast..., die Zeitschrift erscheint ja nur einmal im Monat") und erfahre viel über Buenos Aires, Argentinien und seine Bewohner. Hector kann ein bisschen Deutsch, weil er mal für ein Jahr in Deutschland gelebt hat. Ab und zu wirft er dann mal einen deutschen Satz oder Wörter ein, und ist dann ganz stolz darauf. Putzig. Hector und Marina, die "Redakteure", sind echt nett und interessiert an meinen Ansichten. Sie laden mich zu einer historischen Stadtviertelführung durch Caballito ein, die sie selbst leiten.
Also Treffen Nr.2: Um 20 Uhr Treffen im Parque Rivadavia, dann zweieinhalb Stunden in einer Menschentraube durch Caballito trotten, stehen bleiben, zuhören, gähnen, Hunger haben, versichern, dass ich alles verstehe, wenn sich die Blicke kreuzen interessiert lächeln (kann man interessiert lächeln? Hm, jedenfalls hab ich das gemacht), gähnen wenn keiner guckt, noch mehr Hunger haben, daran denken, dass es echt peinlich wäre, jetzt umzukippen, also nicht umkippen, Dankbarkeit verspüren, als die Führung endlich vorbei ist (halbe Stunden überzogen). "Ja, wow, war total interessant, im Parque Rivadavia wurden wirklich drei Menschen umgebracht? Unfassbar! Nein Quatsch, ich hab mich nicht gelangweilt, ganz im Gegenteil..." (frei vom Spanischen ins Deutsche übersetzt). Dann folgte der nette Teil des Abends: Hector und Marina luden mich zu einem asado bei Freunden von ihnen ein. Circa 15 Leute empfingen mich herzlich und stopften mich voll mit Fleisch, Salat, Brot, Fleisch, Fleisch, Nachtisch, Getränken, Kaffee... hatte ich das Fleisch schon erwähnt? Ja, ich hatte Hunger, aber das konnte unmöglich alles in meinen Magen passen. Irgendwann brachte ich nur noch ein schwaches "No gracias, estoy llena, pero está muy rico" (Nein danke, ich bin voll, aber es ist sehr lecker) heraus. Die Gastfreundschaft hat mich umgehauen, ich habe mich direkt willkommen gefühlt. Nettes Völkchen, die Argentinier.
Treffen Nr. 3: Heute morgen, 10.30 Uhr. Zusammen mit Marina besuchte ich eine öffentliche Schule. Dort bot sich mir folgendes Bild: Das sind nicht etwa viele kleine Ärzte, sondern Schüler. Diese weißen Kittel sind die Schuluniform der öffentlichen Schulen. Nur die Privatschulen haben eine echte Uniform, der Rest rennt eben mit so einem schicken weißen Kittel rum. Ich frage mich, wer diese tolle Idee hatte. Hey, ziehen wir den Kinder doch Arztkittel an! Oh ja, tolle Idee, warum bin ich da nicht drauf gekommen? Ich werde versuchen, dieses Konzept nach Deutschland zu importieren. Wir können noch viel von den Argentiniern lernen.
Wie ihr seht, ist mein Praktikum mittlerweile greifbar geworden. Ich arbeite mich zwar immer noch nicht kaputt, aber das ist ja auch ganz nett so. Bleibt mehr Zeit für andere Dinge...
Nach meiner Arztkittelkonfrontation bin ich hochmotiviert zur Redaktion der Zeitschrift Gata Flora aufgebrochen. Und diese Zeitschrift gibt es sogar noch! Aber der Chef war nicht da. "Wir rufen dich an." Hoffentlich. Sonst nerv ich einfach so lange, bis sie nachgeben. Morgen will ich weitere Redaktionen abklappern, die e-mails blieben unbeantwortet. Na schön, dann laufe, fahre, renne ich eben wie blöd durch die Stadt (so groß ist die ja nicht...) und platze in die Redaktionen rein. Ihr habt es nicht anders gewollt! Erfahrungsberichte folgen selbstverständlich.

Psst. Neue Fotos. 2 Alben schon.

Dienstag, 17. März 2009

nececito tener paciencia

DAS Wort in Lateinamerika: paciencia. Sei es im Supermarkt (die Kassiererinnen sind soooo unglaublich langsam, da dreh ich fast durch beim Zusehen), beim Lernen der Sprache (ich will schnipsen wie ein Zauberer und perfekt sprechen, leider funktioniert das mit dem schnipsen irgendwie nicht) oder bei der Suche nach einem neuen Praktikum. In der Sprache hab ich zwar schon große Fortschritte gemacht, trotzdem fehlt mir natürlich noch viel zur Perfektion. Das ist als Gelegenheitsperfektionistin manchmal schwer zu ertragen. Aber es wird, es wird. Das kann ich von meinem Praktikum im Moment leider nicht behaupten. Ich hab die Redakteure bisher genau einmal gesehen, und das nur, um den Vertrag zu unterscheiben. Meine Artikel und Fotos hab ich brav abgeliefert, und jetzt warte ich. Sie zeigten sich mit meiner Arbeit zufrieden und wollen das auch abdrucken, aber wo bleibt die nächste Aufgabe? Ein erneutes Treffen haben sie schon zweimal verschoben („Ja äh, ist heute eher schlecht. Ruf morgen früh an, dann machen wir einen Termin ab.“, morgen: „Hm ja, wir rufen dich heute Mittag nochmal an.“…kein Anruf, also rufe ich um 16 Uhr an: „Heute ist auch eher schlecht, wir melden uns morgen.“). Dann halt nicht. Hab ich mehr Zeit, mir ein neues Praktikum zu suchen. Also klicke ich mich durch das argentinische Internet oder durchforste Zeitschriftenstände. Dann fleißig Bewerbungen verschicken. Bisher aber noch keine Antworten. Heute bin ich motiviert zu der Redaktion einer Zeitschrift gegangen, der ich bereits eine Bewerbung geschickt hatte. Persönlicher Eindruck ist ja immer besser, dachte ich. „Nee, die sind umgezogen, hier ist die neue Adresse.“ Kein Problem, bin ja motiviert. Dann halt ne andere Adresse. Dort angekommen: „Nein, die Zeitschrift gibt’s nicht mehr.“ Block rausholen, Kulli zücken, Adresse durchstreichen. Hmpf. Paciencia.

Wenn mich das Praktikumstrara langweilt, streite ich mich ganz gern mit meiner Agentur. In meiner Wohnung ist es verboten, Besuch zu empfangen. Wusste ich aber vorher nicht. Ist ja auch nicht so wichtig, muss man vorher nicht sagen. Nein nein. Naja, ich versuche gerade aus dem Mietvertrag rauszukommen, um umziehen zu können. Das wollen die natürlich nicht. Zudem ist die Agentur ganz verwundert, dass mir das Praktikum nicht gefällt. Ja, wie konnte das passieren? E-mails, Telefonate, persönliche Gespräche. Paciencia.

Aber zum Glück habe ich hier nette Leute kennen gelernt, die das ganze erträglich machen. Dann ist gleich alles nur noch halb so schlimm. Außerdem hab ich seit ein paar Tagen einen neuen Mitbewohner aus Kolumbien. Jetzt bin ich nicht mehr allein mit den beiden Frauen, die zwar nett sind, aber eben zwei ältere Frauen. Also keine Sorge, mir geht’s immer noch gut hier, es läuft eben nur nicht alles so glatt wie ich das gern hätte. Weil‘s so schön war nochmal: paciencia. Das Wort zum Sonntag, äh Dienstag, bei euch sogar schon Mittwoch… (im Moment haben wir 4 Stunden Zeitunterschied, bis ihr eure Uhren auch umstellt, wir haben euch das schon mal vorgemacht, ist ganz leicht, einfach das kleine Rädchen an der Seite drehen, und zack… ok, ich hör auf)

Mittwoch, 11. März 2009

pasantía

Jaaa, eigentlich hätte diesen Dienstag mein Praktikum beginnen sollen. Eigentlich. Aber ich bin ja in Lateinamerika. Also nicht. Die Frau von der Agentur ist leider ziemlich unzuverlässig und vermeidet unnötige Anstrengungen. Die Kulturzeitschrift entpuppte sich als billiges Umsonst-Stadtteil-Blättchen. Voll von Werbung, hässlich aufgemacht und ohne jegliches journalistischen Niveau. Bienvenidos! Die "Redakteure" arbeiten von zu Hause aus, eine Redaktion gibt es nicht. Mein schneller Entschluss also: Ich bin raus, mein Kind! Ich hab mich nicht 14 Stunden in ein Flugzeug gequetscht und einen Haufen Geld an die Agentur bezahlt, um mich mit sowas zufrieden zu geben. Also ist jetzt Eigeninitiative gefragt. Das Gute an dem jetzigen Praktikum: Ich habe die Freiheit, die ich brauche, um mir was Neues zu suchen. Ich muss bis Montag zwei Texte schreiben, sonst keinerlei Verpflichtungen. Einen über mich, einen über meinen persönlichen Eindruck von dem Stadtviertel Caballito. Machbar.
Womit ich mir jetzt die Zeit vertreibe: Praktikumsorte suchen, Bewerbungen schreiben, Lebenslauf übersetzen, Beschwerde an die Agentur schreiben und mich ärgern, dass ich der Agentur vertraut habe. Aber was soll's, such ich mir halt was Neues. Zum Glück hab ich schon einige Leute kennengelernt, die mir dabei helfen.
Das Konzert am Sonntag war übrigens der Wahnsinn! Manu Chao hat bis halb eins durchgespielt, ich war fix und fertig. Denn ich habe natürlich durchgetanzt! Super Show, tolle Stimmung! Der ganze Luna Park hat gefeiert: Auf der Bühne, vor der Bühne, auf den Rängen, überall! Und das alles für schlappe 55 Pesos (=11,844 Euro)! Auf dass noch mehr Konzerte folgen mögen!

Sonntag, 8. März 2009

boliche

Wow, ich erschreck mich selbst über meine Schreibwütigkeit in den letzten Tagen. Ich wachse so langsam in meine Blogger-Rolle hinein, mal sehen, wie lange ich dem Schreibe-Druck standhalte. Man darf gespannt sein. Es dürfen gerne Wetten abgeschlossen werden, Wetteinsatz: Egal, Hauptsache monedas!
Gestern hab ich mich zum ersten Mal in eine boliche (Disko) gewagt. Buenos Aires bietet in Sachen Nachtleben einiges, vor allem Elektro ist hoch im Kurs. Hier geht man aber erst um 1, 2 Uhr los und tanzt dann bis 7 Uhr morgens durch. Verrücktes Völkchen, die Argentinier. Ich war mit zwei Freunden im Avanttclub in San Telmo. Wir waren um halb eins da. Ich hab nur an den Leuten davor erkannt, dass es sich überhaupt um eine boliche handelte. Sah eher wie 'ne Garage aus, total unscheinbar. Da man's hier ja ein bisschen später mag, war der Schuppen natürlich noch zu. Also in den nächsten Kiosk und ein 1-Liter-Bier runtergestürzt- schwarzes Quilmes, nicht schlecht. Dann wieder zurück und rein. Es war direkt ziemlich voll, das braucht in Deutschland ja meistens seine Zeit. Musik war super. Irgendwie merkwürdig, dass die Leute in Lateinamerika zu den gleichen Bands abgehen wie wir in Deutschland. MGMT, Franz Ferdinand, Arctic Monkeys, The Cure, The Ting Tings...- ich war glücklich!
Wie in früheren Beiträgen schon erwähnt, sind die Männer hier viel offensiver. Un beso, un beso, hermosa..., tan linda! Tenés un número? Der Ausdruck für diese Typen: pesado! Da hilft kein nettes no, no lo quiero. Harte Worte, wenn's sein muss auch Schläge. Keine Sorge, ich bin noch nicht zur Kampfmaschine mutiert, bisher konnt ich das immer mit Worten abwehren. Aber ich schrecke vor nichts zurück, nehmt euch in Acht, liebe pesados...!
Heute Abend geht's zum Konzert von Manu Chao. Ja, hiermit löse ich das Rätsel auf (das wegen mangelnder Beteiligung unprämiert bleibt, ein Versuch, und der war auch noch ein Zonk, ich hab euch wohl überfordert): Ich bin es, die hingeht. Damit hätte keiner gerechnet, ich weiß, ich liebe nunmal Überraschungen. Ein Konzertbericht wird natürlich in kürzester Kürze folgen.
Mein Praktikum fängt zum Glück erst am Dienstag an, die Redakteure sind irgendwie noch im Urlaub. Perfekt für mich, dann kann ich mich heut abend verausgaben und morgen lange schlafen. Soweit die Hitze das zulässt. Hach, ein hartes Los mit diesem Klima...

Samstag, 7. März 2009

monedas

Die lieben monedas; geliebt, gehasst, geschätzt, verflucht. Ich rede von Münzen, Kleingeld, das was klimpert, also das, was nicht aus Papier ist. Da gibt es große, kleine, goldene und silberne Münzen. Aber allesamt sind sie in Buenos Aires Gold wert. Denn die colectivos (Busse) werden ausschließlich mit Münzgeld bezahlt. Da die Subte ab circa 10.45 Uhr schlafen geht, ist man nachts auf die alten bunten Busse ohne Fahrplan angewiesen. Oder man fährt Taxi, aber das wird auf Dauer auch teuer, trotz der winzigen Preise. Jetzt denkt sich der normale Na-dann-eben-mit-einem-lustigen-halsbrecherichen-Bus-fahren-Möchtegern-Passagier: Naja, Münzen hat man ja immer 'nen paar, sonst wechsel ich halt irgendwo. Und da liegt der fatale Denkfehler des armen Möchtegerns. Monedas sind hier ein seltenes Gut. Glücklich der welche hat, aussichtslos der sie sucht. Kein Laden wechselt einen Schein klein, selbst wenn man eine Kleinigkeit kaufen will. Regelmäßig schaut einen der Kassierer im Supermarkt/ Laden/ Imbiss/ Kiosk ratlos an, wenn man ihm die Scheine hinwirft. No tengo cambio (Ich habe kein Wechselgeld). Echt unglaublich! Da nützt einem das dicke Geld in Scheinen gar nichts! Es sei denn, man verzichtet auf das kleine Wechselgeld, man fährt gern Taxi oder man hat Lust auf einen ausgiebigen Spaziergang.
Ich rufe zu internationalen Protestmärschen auf! Von den Bannern schreit es in knallroten Lettern: Münzen für Buenos Aires! Und dann wird es einen Klimperregen geben, und ich werde wie einst in Sterntaler mein Kleidchen ausbreiten und die monedas hineinprasseln lassen. Und dann werde ich glücklich mit dem colectivo nach Hause fahren. Ich werde zunächst die Haltestelle nicht finden, mich aber tapfer durchfragen. Glücklich werde ich meine Münzen in den Automaten werfen. Auf der Fahrt werde ich mir bei den halsbrecherischen Manövern den Kopf aufschlagen. Dann werde ich meine Haltestelle verpassen (wozu auch anzeigen oder durchsagen oder wenigstens einen Fahrplan erstellen?). Und viel zu weit nach Hause laufen. Aber ich werde glücklich sein. Denn ich habe monedas.

Mittwoch, 4. März 2009

me gusta viajar, me gustas tú

Nur ein kurzes Quiz: Wer geht am 8. März zum Zusatzkonzert von Manu Chao? Naaa..., naaa??!!!

Montag, 2. März 2009

la vida argentina

Es darf verhalten gejubelt werden oder auch in ganz großem Stil mit Sekt und heiseren Jubelgesängen: Svenja hat eine neue Internetverbindung! Und zwar eine, die mich nicht die ganze Zeit rausschmeißt und und gregoric heißt. Wer heißt schon gregoric? Nein nein, so eine richtig nette. Im Moment noch mit Kabel, aber bald kommt der Router. ¡Qué chimba! Die Zeiten der Informationsunterversorgung (hach, die schönen deutschen Riesenwörter) sind vorbei! Willkommen Fotos, Infos und Erzählungen!Zuerst einmal will ich euch mit meiner Unterkunft bekannt machen. Darf ich vorstellen: Svenjas argentinisches Heim.

Hier, sehr verehrte Damen und Herren, befinden wir uns in den Schlafgemächern. Der Raum besticht durch seine klaren Formen und schlichte Farbgebungen. Das Bett ist bewusst klein und leicht gehalten, um die Wichtigkeit des Tages zu unterstreichen. Der Schlaf tritt hier in den Hintergrund. Eine sehr lebensbejahende Wirkung wird erziehlt. Der wolkenweiße Ventilator rechts im Bild demonstriert beeindruckend simpel die Temperaturverhältnisse Lateinamerikas.

Wenn Sie mir bitte folgen würden...


Wir gelangen nun in die Küche des Hauses. Die türkisen Fliesen verleihen dem Raum seinen einzigarten Flair. Diverse Kochutensilien laden zum Verweilen und zur Benutzung ein. Durch das Fenster über der Spüle fällt helles Licht auf die Arbeitsplatte. Insgesamt wirkt die Küche freundlich und einladend. Der ideale Ort zum Kochen, Abwaschen oder Telefonieren. Der Clou: Das Telefon ist zwanglos in die Küchenzeile integriert und fördert die kommunikative Tendenz dieses Ortes.

Hier entlang, bitte.

Nun betreten wir den Freiluftbereich des Apartments. Hier lassen sich herrliche Stunden verbringen. Sei es, um die zubereiteten Speisen zu sich zu nehmen, die Hitze des Tages zu genießen oder ein gutes Buch zu lesen. Die Möglichkeiten dieser Terasse sind schier endlos. Einfache Möbel und schlichte Farbgebungen verleihen dem Ort seine gelassene Atmosphäre. Schattenelemte über den Köpfen ermöglichen die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung. Gerne sitzt Señorita Svenja hier zum zwanglosen Verweilen. Hausaufgaben fanden hier schon oft ihre Erfüllung. Ebenso wurden hier des Nachts große und kleine Speisen verzehrt, gerne auch der Weg ins Internet gesucht.

Ja, so wohne ich hier. Ich hoffe, Ihnen hat die Führung gefallen, beehren Sie uns doch bald wieder.

Mit meinem Spanisch mache ich weitere Fortschritte. Ich habe jetzt Einzelunterricht, da meine Mitschülerin letzte Woche aufgehört hat. Außerdem versuche ich so viel wie möglich in meiner Freizeit spanisch zu sprechen. Das klappt auch eigentlich ganz gut. Habe hier schon ein paar Leute kennengelernt, mit denen ich fleißig meine Sprachkenntnisse trainieren kann. Auch sonst habe ich mich ganz gut eingelebt. Vieles ist anders hier als in Deutschland, da musste ich mich erstmal dran gewöhnen. Zum Beispiel die Menschen hier. Generell sind hier alle offen und hilfsbereit und sehr sehr gastfreundlich. Und mit Komlimenten, Blicken und Pfiffen wird hier nicht gegeizt... Das kann auch mal anstrengend werden, gerade wenn manche dann doch etwas aufdringlich werden. Hier ist das Eurpäische exotisch, das musste ich mir erstmal klarmachen. Und als Europäer ist hier alles spottbillig. Bier in 1-Liter-Flaschen kostet hier um die 3 Pesos (=0,663€), 1 Empanada (gefüllte Teigtasche) 2,50 Pesos (=0,552€) und eine Subte-Fahrt 1,10 Pesos (=0,243€). Ich fahre hier auch oft mit dem Taxi, das kostet fast nichts!

So, jetzt geht's ins Kino: Englisch mit spanischen Untertiteln. Kann ich wieder ein bisschen lernen.