Mittwoch, 12. August 2009
regreso
Ja, seit Montag bin ich wieder da, wieder in Deutschland. Und es fühlt sich komisch an. Tja, das war's. Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll, aber ich weiß es hat mein Leben verändert.
Samstag, 8. August 2009
con los ojos abiertos
Ok, so langsam sind es nur noch Stunden und nicht mehr Tage bis zu meinem Rückflug, und ja, das macht mich nervös. Von meinen drei Praktika haben ich mich in den letzten Tagen verabschiedet, bisher aber nur ein Zertifikat und das vom Popelpraktikum, wuhuu. Miss Praktikumsagentur lobte das Ding in den Himmel (toll, guck mal, steht alles drin was du gemacht hast!) und ergötzte sich an den hervorragenden Arbeitsproben, die ich ja dann überall vorzeigen könnte, jaaa, ganz großartig. Mein Chef vom Argentinischen Tageblatt war in Streichurlaub, Zeugnis gibts dann per Post, und Monsieur Musikzeitschrift schaute mir auf einmal zu tief in die Augen, Argentinier eben. Naja was soll's, die FH kann sich nicht beklagen, ich hab mein Bestes gegeben.
Ich werde die Stadt vermissen und die Stadt mich. Als ich von meiner Reise zurückkam, freuten sich alle über die Rückkehr des verlorenen Kindes. Die Männer vom Kiosk nebenan hießen mich wieder herzlich willkommen, die Gemüseverkäuferin freute sich mich zu sehen und der Hausmeister fragte nach meinen Reiseerlebnissen. Hier merken die Menschen wenn man weg ist, ich glaube der Mann vom Kiosk in Hannover wird mich nicht freudestrahlend in die Arme nehmen. Alle sind ganz bestürzt, dass ich jetzt wieder heimfliege, und wann kommst du wieder zurück? ist die Frage, die ich in den letzten Tagen mit Abstand am häufigsten gehört habe. Herzallerliebst sind sie hier.
Heute werde ich mich mal dem Chaos in der Wohnung widmen und versuchen, meine Sachen herauszufischen. Inzwischen schmücken zwei dicke Graffitis die Wände und mindestens die Hälfte der Sachen ist kaputt, da mach ich mich doch besser aus dem Staub. Das Chaos im Kopf lässt sich nicht so leicht aufräumen, das wird wohl noch dauern.
Ich werde die Stadt vermissen und die Stadt mich. Als ich von meiner Reise zurückkam, freuten sich alle über die Rückkehr des verlorenen Kindes. Die Männer vom Kiosk nebenan hießen mich wieder herzlich willkommen, die Gemüseverkäuferin freute sich mich zu sehen und der Hausmeister fragte nach meinen Reiseerlebnissen. Hier merken die Menschen wenn man weg ist, ich glaube der Mann vom Kiosk in Hannover wird mich nicht freudestrahlend in die Arme nehmen. Alle sind ganz bestürzt, dass ich jetzt wieder heimfliege, und wann kommst du wieder zurück? ist die Frage, die ich in den letzten Tagen mit Abstand am häufigsten gehört habe. Herzallerliebst sind sie hier.
Heute werde ich mich mal dem Chaos in der Wohnung widmen und versuchen, meine Sachen herauszufischen. Inzwischen schmücken zwei dicke Graffitis die Wände und mindestens die Hälfte der Sachen ist kaputt, da mach ich mich doch besser aus dem Staub. Das Chaos im Kopf lässt sich nicht so leicht aufräumen, das wird wohl noch dauern.
Montag, 3. August 2009
Samstag, 1. August 2009
Listo
Da bin ich wieder, also nicht in Deutschland, aber zumindest wieder in Buenos Aires. Heute morgen bin ich angekommen, sogar eine Stunde zu früh, das ist mir noch nie passiert. Jaja, auf die guten Argentinier ist Verlass, der Bus entsprach diesmal sogar dem Kuschelbild, mit dem ich vor meiner Reise geprotzt habe. Es gab Flachbildschirme auf denen gute Filme liefen, alle fünf Minuten Kaffee, Essen, Alkohol und Heizung! Ich war glücklich und bin es immer noch, zurück in meinem geliebten Buenos Aires. Ich wurde auch gleich gebührend begrüßt: Durch meine Verfrühung lag mein Abholdienst natürlich noch im Bett, also bin ich allein nach Hause. Plötzlich fingen mehrere Leute an, an mir herumzufuchteln. Meine Jacke, der Rucksack und die Hose wären total dreckig, vermutlich ein Vogel, ich solle doch schnell den Rucksack absetzen und die Jacke ausziehen, um das besser saubermachen zu können. Mitten im Bahnhofsgewusel von Retiro, nie im Leben! Ein Mann der mit einem Tüchlein an meinen Sachen rumfuchtelte, meinte sogar ihm würde schlecht von dem Gestank. Seguramente una paloma... (Sicher eine Taube...) Für mich roch es verdächtig nach Senf und sah auch so aus, ich behielt meine Sachen weise bei mir und machte mich aus dem Staub. So werden Touristen beklaut, ich kannte den Trick nur mit Spucken, aber Senf ist natürlich auch unglaublich gewitzt. Hätte ich meine Sachen abgelegt, wären sie weg gewesen- Bienvenidos a Buenos Aires!
Meine Reise war nicht weniger abenteuerlich. Ich feilschte mich durch die Märkte von La Paz, Lama-Embryos und geheimnisvolle Tinkturen des Hexenmarkts ließ ich aber wo sie waren; ich kroch (ungelogen) durch finstere Silberminen in Potosí mit Kopflampe und schwerem Atem; ich bretterte drei Tage lang mit einem Jeep durch die Salzwüste Uyunis, vorbei an roten und grünen Lagunen voller Flamingos und den atemberaubensten Landschaften; ich überlebte halsbrecherische Busfahrten mit gefährlichen Schräglagen und viel zu engen Serpentinen für einen altersschwachen Bus mit alarmierend kreischenden Bremsen; ich ritt einen Tag lang durch die Umgebung Saltas und gallopierte lässig einhändig mit wehendem Haar und Mähne über die Felder und ich erlebte noch so viel mehr, so viel mehr. Aber das ist unmöglich alles aufzuschreiben, in meinem Kopf schwirren tausende Erinnerungen an tolle Orte, Menschen und Erlebnisse.
Um euch wenigsten schonmal einen kleinen Eindruck zu geben, hier die ersten Fotos:
Meine Reise war nicht weniger abenteuerlich. Ich feilschte mich durch die Märkte von La Paz, Lama-Embryos und geheimnisvolle Tinkturen des Hexenmarkts ließ ich aber wo sie waren; ich kroch (ungelogen) durch finstere Silberminen in Potosí mit Kopflampe und schwerem Atem; ich bretterte drei Tage lang mit einem Jeep durch die Salzwüste Uyunis, vorbei an roten und grünen Lagunen voller Flamingos und den atemberaubensten Landschaften; ich überlebte halsbrecherische Busfahrten mit gefährlichen Schräglagen und viel zu engen Serpentinen für einen altersschwachen Bus mit alarmierend kreischenden Bremsen; ich ritt einen Tag lang durch die Umgebung Saltas und gallopierte lässig einhändig mit wehendem Haar und Mähne über die Felder und ich erlebte noch so viel mehr, so viel mehr. Aber das ist unmöglich alles aufzuschreiben, in meinem Kopf schwirren tausende Erinnerungen an tolle Orte, Menschen und Erlebnisse.
Um euch wenigsten schonmal einen kleinen Eindruck zu geben, hier die ersten Fotos:
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