Montag, 20. Juli 2009

demasiados impresiones

Puh, ich rase wie der Wind durch Lateinamerika, um so viel wie möglich zu sehen. Und das tue ich auch. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Da war Machu Picchu, oh mein Gott war das atemberaubend schön! Ich konnte kaum glauben, dass ich wirklich dort stand, zwischen den Inkaruinen, während die Sonne hinter den Bergen aufging und die Steine in ein magisches Licht tauchte. Dieses Panorama... überwältigend, das lässt sich in Worten nicht beschreiben. Der Aufstieg war ebenso atemberaubend- um 4:30 Uhr morgens tausende mehr oder weniger Stufen bergauf klettern ist urst anstrengend!! Eine lustige Gruppe Brasilianer half mir mit ihrer Motivation und viel Wasser nach oben. Nur die ersten 400 Besucher dürfen auf den benachbarten Berg Huayna-Picchu mit Panorama-Blick, und ich war dabei! Das bedeutete nochmal tausende "Stufen" dann in der prallen Sonne klettern, und oben hatte ich Höhenangst. Aber es hat sich gelohnt, der Ausblick war einfach fabelhaft.
Mein nächster Stop war Puno, von wo aus ich die schwimmenden Schilf-Inseln der Uros besuchte. Kaum zu glauben, dass die da echt mal gelebt haben, auf Schilfboden in Schilfhäusern mitten im Titicaca-See. Da waren sie in Sicherheit vor den Inkas, die sich gerne der anderen Urvölker bemächtigten. Futsch und weg. Aber nicht so der schlaue Uro, der fährt mit seinem Schilfbötchen zu seinem Schilf-Inselchen wo schon die Schilf-Familie wartet... Heute ist es leider ziemlich touristisch, zum Abschied sang die Dorfmama mit ihren Schützlingen Vamos a la Playa, und die meisten leben nur tagsüber für die Touristenaugen dort, abends gehts zurück nach Puno. So auch für mich.
Nächste Station: Copacabana in Bolivien. Ein hübsches kleines Dörfchen an besagtem höchsten schiffbaren See der Welt. Weil ich noch nicht genug von Stufen hatte, bezwang ich den Berg (gut, er war nicht ganz so hoch) von wo aus wieder mal, wie sollte es anders sein, ein fantastischer Panorama-Blick belohnte. Ich hätte den ganzen Tag dort sitzen können. Ging aber nicht, die Sonne geht so gegen sechs unter, und dann wirds schweinekalt. Am Tag kann man im T-Shirt rumlaufen und hervorragend einen Sonnenbrand kriegen, aber mit der Nacht ist echt nicht zu spaßen. Inzwischen hatte ich mich ganz gut an die Höhe gewöhnt, aber körperliche Anstrengung wird mit Atemnot und Kopfschmerzen belohnt. Zu Essen gabs Fisch aus dem See, ein Menü für schlappe 25 Bolivianos (1Euro= ca. 9,60 Bolivianos), nur um mal wieder mit den Preisen zu protzen.
Von Copacabana fuhr ich zwei Stunden mit dem Boot zur Isla del Sol, wo ich eine Nacht für 10 Bolivianos (!!) verbrachte. Die Insel ist traumhaft schön, auf dem 3-Stunden-Marsch von Nord nach Süd hat man unglaubliche Ausblicke. Am Strand liefen Schweine, Kühe und Esel herum, keine Ahnung was die da gemacht haben. Es war herrlich entspannend, nach so viel Rennerei an den vorigen Tagen.
Jetzt bin ich in La Paz, der Hauptstadt Boliviens, vorbei mit Entspannung. Die Stadt ist unglaublich wuselig, voll und ... wuselig, da wünsch ich mich glatt auf die Insel zurück. Deswegen werde ich hier auch nicht so viel Zeit verlieren, das ist mir echt zu viel.
Fotos folgen so bald wie möglich.

2 Kommentare:

  1. Wow, dann hat sich die ganze Anstrengung doch gelohnt! Gibts schon Fotos? Sonst spätestens in Deutschland! Oh, ich hätte das auch gerne gesehen. :) Ich bin gespannt auf mehr Eindrücke...

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  2. du erlebst ja sachen... da bekommt man glatt fernweh!

    übrigens: hab deinen blog mal mit meinem (http://alicegoeshamburg.blogspot.com) verlinkt. :)

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