Da bin ich wieder, also nicht in Deutschland, aber zumindest wieder in Buenos Aires. Heute morgen bin ich angekommen, sogar eine Stunde zu früh, das ist mir noch nie passiert. Jaja, auf die guten Argentinier ist Verlass, der Bus entsprach diesmal sogar dem Kuschelbild, mit dem ich vor meiner Reise geprotzt habe. Es gab Flachbildschirme auf denen gute Filme liefen, alle fünf Minuten Kaffee, Essen, Alkohol und Heizung! Ich war glücklich und bin es immer noch, zurück in meinem geliebten Buenos Aires. Ich wurde auch gleich gebührend begrüßt: Durch meine Verfrühung lag mein Abholdienst natürlich noch im Bett, also bin ich allein nach Hause. Plötzlich fingen mehrere Leute an, an mir herumzufuchteln. Meine Jacke, der Rucksack und die Hose wären total dreckig, vermutlich ein Vogel, ich solle doch schnell den Rucksack absetzen und die Jacke ausziehen, um das besser saubermachen zu können. Mitten im Bahnhofsgewusel von Retiro, nie im Leben! Ein Mann der mit einem Tüchlein an meinen Sachen rumfuchtelte, meinte sogar ihm würde schlecht von dem Gestank. Seguramente una paloma... (Sicher eine Taube...) Für mich roch es verdächtig nach Senf und sah auch so aus, ich behielt meine Sachen weise bei mir und machte mich aus dem Staub. So werden Touristen beklaut, ich kannte den Trick nur mit Spucken, aber Senf ist natürlich auch unglaublich gewitzt. Hätte ich meine Sachen abgelegt, wären sie weg gewesen- Bienvenidos a Buenos Aires!
Meine Reise war nicht weniger abenteuerlich. Ich feilschte mich durch die Märkte von La Paz, Lama-Embryos und geheimnisvolle Tinkturen des Hexenmarkts ließ ich aber wo sie waren; ich kroch (ungelogen) durch finstere Silberminen in Potosí mit Kopflampe und schwerem Atem; ich bretterte drei Tage lang mit einem Jeep durch die Salzwüste Uyunis, vorbei an roten und grünen Lagunen voller Flamingos und den atemberaubensten Landschaften; ich überlebte halsbrecherische Busfahrten mit gefährlichen Schräglagen und viel zu engen Serpentinen für einen altersschwachen Bus mit alarmierend kreischenden Bremsen; ich ritt einen Tag lang durch die Umgebung Saltas und gallopierte lässig einhändig mit wehendem Haar und Mähne über die Felder und ich erlebte noch so viel mehr, so viel mehr. Aber das ist unmöglich alles aufzuschreiben, in meinem Kopf schwirren tausende Erinnerungen an tolle Orte, Menschen und Erlebnisse.
Um euch wenigsten schonmal einen kleinen Eindruck zu geben, hier die ersten Fotos:
Samstag, 1. August 2009
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ohhhh.... Das schreit nach einer Dia-Show mit Popcorn in der BarbaraRabarbarBar! Wer ist noch dafür??? (Aber erst im Oktober wenn ich auch da bin... brauchst doch sicherlich noch Zeit um alles vor zu bereiten, oder?) ;)
AntwortenLöschendu siehst auf jeden Fall schon mal sehr verwegen aus. Klingt toll!!
AntwortenLöschenKriegt man ja Gänsehaut beim Lesen. Klingt toll!
AntwortenLöschenWarst du da allein auf Reisen?
ja ich bin allein losgereist, war dann aber nie allein, wie fotos beweisen. au ja ich will popcorn! diashow von mir aus auch.
AntwortenLöschenAch, was freu ich mich, dass du bald wieder in der Heimat bist. Bin gespannt was für abenteuerliche Geschichten du noch erlebt hast.
AntwortenLöschenIch hätt übrigens immer noch gern ein Bild von Macchu Pitchu ;-)
Genieße die Zeit! Es scheint echt wunderbar zu sein in den Ländern.
fotos von machu picchu siehe mein fotoalbum, dein wunsch ist schon erfüllt!
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